Hallo zusammen,
da das werkseitige Radio in meinem Suburban von 2011 so langsam an seine Grenzen kam (iPhone-Schnittstelle über USB ständig instabil, nur ungerade UKW-Frequenzen), habe ich mich nach langer Überlegung endlich dazu durchgerungen, ihn Hifi-technisch auf ein aktuelles Level anzuheben.
Der Plan war:
- ein gutes Doppel-DIN Radio mit DAB+
- eine gute Rückfahrkamera ordentlich nachrüsten
- CAN-BUS Interface:
- das BOSE System sollte weiter funktionieren
- Beibehaltung der System-Töne fürs PDC und Warntöne
- Tasten der Lenkrad-Fernbedienung weiterhin nutzen
Ich hatte mich lange dagegen gesträubt, da ich durch meine Recherche schon wusste, dass sich hier einige Probleme ergeben würden:
- Montage der Rückfahrkamera in der Blende der Heckklappe:
- 80/20 dass die Bolzen im Kunstoff der Blende herausbrechen - und so geschah es dann auch
- 80/20 dass die Bolzen im Kunstoff der Blende herausbrechen - und so geschah es dann auch
- Wahl des richtigen Interface & entpsrechende Verkabelung
- Lenkradtasten 50/50, dass es funktioniert
Da nun aber unser Osterurlaub anstand und die oberste Raumbehörde ein ordentliches Radio für die Fahrt haben wollte, hab ich mich dann doch getraut ![]()
Daher hier nun mein Erfahrungsbericht:
Also einmal den Einkaufswagen gefüllt:
- Radio: Kenwood DMX8021DABS
- Rückfahrkamera: Kenwood CMOS-230
- DAB+ Scheiben-Antenne: Kenwood
- CAN-BUS Interface: Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.
- Einbaurahmen Doppel-DIN für den Burban
- großes Set Kunstoff-Keile für das Abhebeln der Blenden
- eine wirklich gute CRIMB-Zange
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Erstes Problem:
Wenn man die Rückfahrkamera an den ab Werk vorgesehenen Platz in der Blende der Heckklappe einbauen möchte, muss man diese Blende erst lösen.
Diese Blende wird von vier Bolzen gehalten, die ab Werk mit Loctite fixiert worden sind:
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Die Bolzen hatte ich schon Tage vorher immer wieder großzügig mit WD-40 eingejaucht in der Hoffnung, der Kleber löst sich irgendwie an... leider nein ![]()
Obwohl ich sehr behutsam mit der Ratsche umging, merkte man bei der ersten Umdrehung, dass die Bolzen im Kunstoff gleich rundgedreht haben.
Ab da war klar, die Aufnahmen in der Blende sind eh hinüber, also weiter gedreht und die Blende schließlich vorsichtig abgehebelt.
Ich hatte mir dank YouTube Tutorials schon vorsorglich passende Ersatzbolzen in V2A besorgt.
Diese wurden dann mit dem Dremel in die Aufnahmen der Blende eingearbeitet und mit Heisskleber fixiert:
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Dann gings nach Plan weiter mit dem Einbau der Kamera:
Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen. Die Bohrung wurde noch mit Karosseriekleber verschlossen.
Das Verlegen der Kabel für die Rückfahrkamera war dann zum Glück easy-peasy:
Vorteil bei der Kenwood-Kamera ist, dass ich mir nirgendwo am Heck das Rückfahrsignal abzwacken musste für die Stromversorgung.
Kenwood löst das über den Anschluss am Radio selbst.
Hier wurde das Rückfahrsignal vom CAN-BUS Interface genutzt und die Stromversorgung am Radio angeschlossen.
Das nächste "Problem":
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Bei der Verkabelung mussten das Interface auf der einen Seite mit dem ISO-Adapter des Kenwood auf der anderen Seite verbunden werden.
Das BOSE System wird dann über das Interface mit Signalen versorgt.
Anfangs hatte ich echten Horror vor den unzähligen, losen Kabeln ![]()
Aber wenn man sich an den Kabelfarben orientiert und alles langsam Schritt für Schritt nach Anleitung macht, werden es schnell immer weniger Kabel, die noch nach einer Verbindung suchen ![]()
Den Kabelbaum hatte ich dann in Ruhe vorab zu Hause gebaut und gecrimbt.
Ergänzend wurde dann noch die DAB+ Scheibenantenne an der rechten A-Säule montiert.
Die DAB+ Antenne möchte einen wirklich ordentlichen Kontakt zur Karosserie-Masse, damit der Antennenverstärker auch funktioniert.
Blöd wenn man das erst nach dem Einbau bemerkt und dann nochmal alles zerlegen muss ![]()
Dann noch die GPS-Antenne auf dem Dash montiert... Das ging problemlos.
Die Kunstoff-Keile zum Abhebeln der Verkleidungen waren ihr Geld wirklich wert ![]()
Als dann alles verkabelt war, hiess es: fingers crossed ... und Zündung an:
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Die Rückfahrkamera tuts auch ![]()
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Auf unserer Urlaubsfahrt konnte ich das System dann ausgiebig testen.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn nicht alles zu 100% funktioniert (hat):
- Es gab noch ein paar kleinere Probleme in der Verkabelung:
- DAB+ Antenne brauchte eine bessere Masseverbindung
- Dauer-Plus und Zündungs-Plus vertauscht (bekanntes Problem bei GM und ISO-Stecker - Kabelbelegung getauscht)
- Die Lenkradtasten funktionieren (noch) nicht
- am Interface kann man noch mit Dip-Schaltern umstellen und testen (mach ich nochmal in Ruhe)
- Das Radio erkennt im Lern-Modus das Drücken der Tasten, weist aber keine Funktion zu
Was mir richtig gut gefällt:
- der Sound ist um Längen besser, als mit dem Werksradio
- HighQuality Audio wird unterstützt
- endlich DAB+
- Apple CarPlay funktioniert auch ohne Kabelverbindung
- Navigation ist großartig
- die PDC-Töne funktionieren
- die Warntöne funktionieren ( Licht an, Schlüssel steckt noch usw)
- gutes Kamerabild
- Hintergrundbilder können über die Kenwood-App individualisiert werden
- Plug-and-Play Anschluss der Rückfahrkamera inkl. Stromversorgung am Radio und nicht am Rückfahrscheinwefer.
Ich bereue den Umbau nicht, kann aber nur jedem empfehlen, sich im Vorfeld mit den zu erwartenden Problemen auseinanderzusetzen und besser schon vorher eine Lösung zu übelegen.